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Fußball

„Ich war, und bin es immer noch, davon überzeugt, dass ich durch Training und Arbeit an allen anderen vorbeiziehen kann.“ (Oliver Kahn)

Der Sportunterricht bietet besondere Möglichkeiten, um Jugendliche zu erziehen.
Wegen seiner Handlungsorientierung, seinen Inhalten und seinem Spielcharakter bietet Sport und Sportunterricht besondere Möglichkeiten zu Stärkung psychosozialer Schlüsselqualifikationen.

Des Weiteren bietet der Sportunterricht eine Kompensationsfunktion, in dem er in Zusammenhang mit Bewegungsfreiräumen in der Schule ein Ausgleich in der kopflastigen Institution Schule ist.

Ebenso stellt der Schulsport eine wichtige Chance zur Verbesserung der Attraktivität von Schulen dar. Sportunterricht ist das mit Abstand beliebteste Schulfach und wird von den Schülern und Lehrern gleichermaßen gut benotet. Dieser ist damit – zusammen mit weiteren Schulsportaktivitäten – ein wichtiger Baustein zur Herstellung eines positiveren „inneren Klimas“.

Die positiven Werte des Sports sind jedem bekannt, sollen aber auch hier nochmals ins Gedächtnis gerufen werden:

Gesundheit, Fitness, Wohlbefinden, Ausgleich

Gesundheit, Fitness, Wohlbefinden, Ausgleich

Gesundheit, Fitness, Wohlbefinden, Ausgleich

Gesundheit, Fitness, Wohlbefinden, Ausgleich

Gesundheit, Fitness, Wohlbefinden, Ausgleich

Gesundheit, Fitness, Wohlbefinden, Ausgleich

Aber das wichtigste Argument für den Sport ist, dass das Erbringen optimaler kognitiver Leistungen einen Wechsel zwischen geistiger und körperlicher Beanspruchung voraussetzt sowie einen Wechsel zwischen Konzentration und Erholung.

Auch der Lehrplan bayerischer Realschulen hat diese positiven Eigenschaften aufgenommen und wie so oft liest sich auch die theoretische Darstellung des Sportunterrichts an bayerischen Realschulen wissenschaftlich fundiert und durchdacht, doch die Realität sieht auch hier komplett anders aus, was anhand ausgewählter Untersuchungsergebnisse zur aktuellen Situation des Schulsports in Deutschland belegt wird.

Die „Sprint“ Studie (DSB – Brettschneider 2006) kommt zu folgenden Ergebnissen:

  • Jede 4. Sportstunde findet nicht statt

  • 20% aller Schulen haben Probleme mit Sportstätten

  • 40% der Sportlehrer sind 50 Jahre und älter

  • Sportgruppen sind in der Regel zu groß

  • 11% der Sportstunden an Realschulen werden von fachfremden Lehrkräften gehalten

  • In über 20% aller Schulen findet kein Schwimmunterricht statt

  • Noten im Sportunterricht beinhalten viel und sagen wenig aus

Ein auf die Bedürfnisse der Schüler abgestimmter Stundenplan

Im Ganztageskonzept der Deutsche Sport Privatschule ist täglich eine Doppelschulstunde Sport vorgesehen, um ausreichend Sportstunden anzubieten und damit sowohl die Lehrplanziele als auch die individuellen Ziele der einzelnen Schüler erfüllen zu können. Zwei Stunden pro Woche werden dabei Basissportunterricht sein und acht Stunden Sportförderunterricht.

Im Basissportunterricht bekommen die Schüler alle nötigen Grundsportarten (Gymnastik, Leichtathletik, Schwimmen, Sportspiele, Tanz, Turnen und Wintersport) vermittelt, mit dem Ziel, den Schülern alle Fähigkeiten mit auf dem Weg zugeben, dass Einstellungstests für z.B. den Polizeidienst, Sportstudium, etc. ohne größere Probleme bewältigt werden können. Ergänzend werden die Schüler alle möglichen Sportabzeichen ablegen, um ihnen die Möglichkeit zu geben, eine Vielzahl an Zusatzauszeichnungen zu erwerben.

Ein auf jeden Schüler Individuell abgestimmter Trainingsplan

Es wird unterschieden in Grundlagen (bis zum 12. Lebensjahr), Aufbau (bis zum 13-14. Lebensjahr) und Leistungsbereich (ab dem 15. Lebensjahr)

Es werden die Stärken gestärkt und die Schwächen abgeschwächt

Die Schüler werden weder unterfordert noch überfordert, sondern gefordert

Die Ausbildung erfolgt vom Leichten zum Schweren, vom Bekannten zum Unbekannten und vom Einfachen zum Komplexen

Die Trainer arbeiten nach dem Prinzip – Vormachen; Nachmachen; Üben

Der Sportförderunterricht richtet sich nach den individuellen Interessen der Schüler, dabei liegen die Schwerpunkte im Bereich Fußball, Eishockey, Basketball, Tischtennis und Motorsport. Dies bedeutet, dass die Schüler vier Mal die Woche für bis zu 1,5 Stunden in ihrer Hauptsportart, die sie in der Regel leistungsorientiert betreiben, trainiert werden.

Im Vordergrund des Sportförderunterrichts an der Deutsche Sport Schule steht das Individualtraining, ergänzt durch eine präzise Individualanalyse der Schüler, die mit Testungen im Bereich Athletik, Beweglichkeit, Schnelligkeit sowie sportlichen Fähigkeiten durchgeführt werden. Für die Trainingsarbeit stehen für die Trainer folgende Methoden im Mittelpunkt:

Um diese Methoden umsetzen zu können, beschäftigt die Deutsche Sport Privatschule professionell ausgebildete Trainer, arbeitet mit spezialisierten, externen Unternehmen zusammen und ist bestrebt, den Schülern zu vermitteln, dass Erfolg drei Buchstaben hat – TUN (J.W. v. Goethe)

Ergänzende zum normalen Sportbetrieb wird ein besonderer Wert auf die im Lehrplan fixierten Ziele, Gesundheit und Fitness, Fairness und Kooperation, Freizeit und Umwelt sowie Leisten, Gestalten und Spielen gelegt. Damit die jungen Sportler unter Berücksichtigung ihrer Hauptsportart möglichst ganzheitlich ausgebildet werden.

Zudem dient der Sportunterricht dazu, den Schulunterricht sinnvoll zu unterbrechen und den Schülern die Möglichkeit zu geben, wieder frei im Kopf zu werden, ihr Befinden zu verbessern und damit die Leistungsfähigkeit in den Schulstunden nach dem Sportunterricht zu steigern.

Des Weiteren werden bei der Prüfungsterminierung Wettkämpfe der Sportler berücksichtigt, das heißt während der Saison wird an Montagen möglichst auf Klausuren verzichtet. Einige Schüler werden bei nationalen und internationalen Wettkämpfen an den Start gehen und daher am Sonntag erst sehr spät in der Nacht zurückkehren. In diesen Fällen wären Prüfungen an Montagen hinderlich und eine zusätzliche Belastung für die Schüler, die vermieden werden kann. Auch die Intensität des Unterrichts wird sich an den Bedürfnissen der Leistungssportler orientieren, so wird es in intensiven Wettkampfphasen, z.B. letzte Saisonspiele, Auswahlmaßnahmen, besondere Wettkämpfe, etc., einen inhaltlich weniger aufwändigen Unterricht geben, während in der wettkampffreien Zeit (Sommer- & Winterpause) die Intensität im Unterricht deutlich erhöht wird.

Individualität

Ein großer Baustein im Konzept der Deutsche Sport Privatschule ist die individuelle Ausbildung. Diese erfolgt nicht nur im Klassenverbund durch Kleinstklassen sondern auch im sportlichen Bereich. Die Gruppengröße im Sportförderunterricht wird sich zwischen drei und fünf Schülern pro Gruppe bewegen, außer der Trainingsschwerpunkt liegt im mannschaftstaktischen Bereich. Möglich wird dies durch die Kooperation mit verschiedenen Vereinen und Institutionen, die zusätzliche Trainer stellen. Das bedeutet die Basketballer werden im Sportförderunterricht von  Vereinstrainern der Fireballs Bad Aibling trainiert, die Tischtennisspieler von Trainern des DTTV, die Eishockeyspieler von Trainern der Starbulls Rosenheim, die Motorsportler von Trainern des ADAC und die Fußballer von den Trainern des Deutschen Fußball Internats.

Das bedeutet auch, dass die Trainer die Möglichkeit haben, in kleinen Gruppen an den Stärken des einzelnen Sportlers und gleichzeitig an den Stärken des zweiten Sportlers zu arbeiten. An einem Beispiel aus dem Fußball könnte es folgendermaßen aussehen: Der Trainer hat drei Spieler in seiner Gruppe, einen Torwart, der Probleme mit Fernschüssen hat, einen defensiven Mittelfeldspieler, dem die Aggressivität im Zweikampf fehlt, und einen Angreifer, der einen präzisen Schuss aus der Entfernung hat und gut im Offensivzweikampf ist. Anhand der Fähigkeiten konzipiert der Trainer die Trainingseinheit und kann in einer Einheit an den individuellen Stärken des Angreifers arbeiten und dadurch gleichzeitig im Bereich der individuellen Schwächen des Abwehrspielers und Torhüters arbeiten.

Dies ist die optimale Ergänzung zu jedem Vereinstraining, vor allem, wenn man sich die Wiederholungszahlen der Schüler im Vergleich zum normalen Vereinstraining vor Augen führt. Am deutlichsten wird dies durch ein simples Torschusstraining. Wer hat nicht die Situation erlebt oder gesehen, bei der 15 Spieler in einer Reihe zentral vor einem Tor stehen und von einem Trainer den Ball aufgelegt bekommen. Sie schießen auf das Tor und stellen sich hinten wieder an. Nimmt man jetzt noch an, dass ein Spieler am Tor vorbei schießt und seinen Ball holen muss und dadurch einen vollen Durchgang verpasst, ist es durchaus realistisch, dass er in so einer Trainingseinheit maximal 5-mal auf das Tor schießt. Da die Jugendlichen in der Regel zwei bis drei Mal pro Woche trainieren und auch nicht in jeder Trainingseinheit Torschuss auf dem Programm steht, kommt so ein Junge auf maximal 50 Torschüsse pro Monat. Diese Zahl erreicht ein Schüler der Deutsche Sport Privatschule bereits in einer Trainingseinheit mit der Kleingruppe und wird den normalen Vereinsspieler im Bereich der Wiederholungszahlen pro Monat um das zehn bis 20-fache überflügeln. Zusätzlich wird er bei jeder Ausführung von einem professionellen Trainer gecoacht und verbessert.

Hier kommt die 10.000 Stundenregel des US-Psychologen Anders Ericsson ins Spiel. Der hatte schon vor einigen Jahren in einer Studie diese aufgestellt bzw. belegt, als er herausfand, dass sich jeder mit einer Sache mindestens 10.000 Stunden beschäftigen müsse, bevor er über die nötigen Kenntnisse verfüge, um in seinem Bereich überhaupt zur Weltspitze gehören zu können. Anfangs hat er Weltklassesolisten, gute Violinisten und Musiklehrer untersucht. Diese Gruppen haben sich nur in einem einzigen Bereich unterschieden, in der Anzahl der geübten Stunden, d.h. die Weltklassesolisten haben bis zu ihrem 20. Lebensjahr rund 10.000 Stunden geübt; die guten Violinisten brachten es auf 8.000 Stunden und die Musiklehrer nur auf 4.000 Stunden. Auch bei Studien mit Pianisten, Basketballspielern, Komponisten, Schlittschuhläufern, Schachspielern, etc. ergab sich das gleiche Muster, dabei kamen Wissenschaftler immer wieder auf die gleiche Zahl, die wahres Expertentum ausmacht: 10.000 Stunden.

Das Erstaunliche an diesen Untersuchungen ist, dass die Wissenschaftler nie auf „Naturtalente“ stießen, die mühelos und mit einem Bruchteil der Übungsdauer in die Weltspitze vorgestoßen wären. Andererseits fanden sie aber auch keine „Rackerer“, die mehr geübt hätten als alle anderen, ohne jemals Weltklasseformat zu erreichen. Die Untersuchungen lassen den Schluss zu, dass sich die Weltklasse(-athleten, -menschen, etc.) sich lediglich darin unterscheiden, wie viel sie arbeiten. Sie übten nicht einfach nur mehr oder viel mehr als die Übrigen. Sie übten sehr viel mehr.

Das besondere an der Deutsche Sport Privatschule ist, dass sie den Jugendlichen mit dem Ziel erfolgreich Leistungssport zu betreiben die Möglichkeiten und Rahmenbedingungen bietet, diese 10.000 Stunden erreichen zu können, um in den professionellen Bereich ihres Sports vorzustoßen. Dies ist möglich durch Kleinstgruppen Training, durch hohe Wiederholungszahlen und entsprechende Anzahl an Trainingseinheiten unter professioneller Betreuung.

Ganzheitlicher Ansatz

Um die Betreuung der Schüler abzurunden, wurde der DFI Bad Aibling e.V. gegründet, ein Sportverein für die Schüler der Deutsche Sport Privatschule. In diesem Verein können die Schüler im Anschluss an den Schuluntereicht noch ihr Vereinstraining absolvieren. Die Schüler trainieren dann im Mannschaftsverbund auch mit den Trainern, die vormittags die Kleinstgruppen leiten. Das heißt, ihnen stehen auch im Verein die gleichen Trainingsbedingungen und Trainer zur Verfügung, wie in der Schule. Dadurch ist es möglich, die Schüler auch im Verein nach den Prinzipien der Deutsche Sport Privatschule auszubilden.

Dadurch wird sichergestellt, dass die Ausbildung der Spieler verbessert wird, mit ihnen konstruktiv gearbeitet wird und auch im Verein Werte vermittelt werden, wie Disziplin, Verantwortungsbewusstsein, Teamgeist, Respekt, Zuverlässigkeit usw. Dabei steht die Ausbildung der Spieler über dem Erfolg, wodurch im Gegensatz zum normalen Verein jeder Spieler ausreichend Einsatzzeit erhält, womit sich alle Spieler weiter entwickeln und durch mehr Freude am Training und Spielbetrieb eine Identifikation mit dem Verein und der Schule entwickeln.

Resümee

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das sportpädagogische Konzept der Deutsche Sport Privatschule einzigartig in Deutschland ist. Es wird nicht nur der vom Bayerischen Kultusministerium vorgegebene Lehrplan erfüllt, er wird sogar erweitert. Dies ist möglich, aufgrund optimaler Sportstätten, durch Kooperationen mit Vereinen, Verbänden, Ärzten und Privatunternehmen und professionell ausgebildeten Trainern und Lehrern. Sie alle sorgen dafür, dass die jungen Sportler auf ihrem eingeschlagenen Weg zum Spitzensportler bestmöglich betreut werden. Jetzt liegt es nur noch an den Schülern, das vielfältige Angebot anzunehmen und selber alles für das gesteckte Ziel zu geben.

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